Wichtige Kooperationen

Im Jahr 2012 haben wir zusammen mit unseren beiden historischen Partnern Cooperativa Madonna d’Itria und Consorzio del Sinis coop Agricola das erste Getreidenetzwerk Sardiniens gegründet Lieferkette für Hartweizen, der auf Sardinien angebaut und verarbeitet wird und durch eine sorgfältige Auswahl der Rohstoffe Produkte für eine ausgewogene Ernährung anbietet.

Die Fondazione Istituto Tecnico Superiore Filiera Agroalimentare della Sardegna ist ein ministerielles Nachdiplom-Institut mit hoher technologischer Spezialisierung im Agrar- und Lebensmittelsektor. Sie zielt darauf ab, hochqualifizierte „Supertechniker“ in den verschiedenen Bereichen des Agrar- und Ernährungssektors auszubilden: Produktion, Verarbeitung, Handelsmarketing, Vermarktung, Logistik

Die ITS TAGSS – Sardiniens Agrar- und Lebensmittelversorgungskette ist eine der 98 Istituti Tecnici Superiori (ITS – Höhere Technische Institute), die die erste italienische Erfahrung mit der Bereitstellung einer berufsbildenden Hochschulausbildung nach einem seit einigen Jahren in anderen europäischen Ländern etablierten System darstellt. Sie wurden 2010 gegründet, um höhere Techniker in strategischen Bereichen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit Italiens auszubilden. Es handelt sich um hochtechnische Schulen, die eng mit dem Produktionssystem verbunden sind und spezialisierte mittlere Fachkräfte darauf vorbereiten, das Potenzial von Industrie-4.0-Lösungen zu steuern und zu nutzen. Nach einer Auswahl können Jugendliche und Erwachsene mit einem Abschluss der Sekundarstufe II Zugang zum ITS erhalten. Laut Überwachungsdaten des MIUR aus dem Jahr 2018 liegt die Vermittlungsquote ein Jahr nach der ITS-Qualifikation bei 82 %. Besser als die Universität: 68 % bei den dreijährigen Abschlüssen und 71 % bei den Masterabschlüssen.

Der Mehrwert der ITS-TAGGS-Lehrgänge liegt darin, dass in allen Phasen des Lehrgangs die regionalen und nationalen Produktionsstrukturen der landwirtschaftlichen Versorgungsketten sowie die Forschungs-, Innovations- und Entwicklungsprozesse einbezogen werden.

2012 haben wir das erste Netzwerk von Getreideunternehmen auf Sardinien gegründet, das die „Filiera del Grano Duro coltivato e trasformato in Sardegna“ (Lieferkette für Hartweizen, der auf Sardinien angebaut und verarbeitet wird) nennt, das Produkte für eine ausgewogene Ernährung anbietet, dank einer strengen Auswahl der Rohstoffe.

Die Projektidee bezieht sich auf die Getreidekette und hat Produktivität und Nachhaltigkeit zum Ziel.
Unter dem Gesichtspunkt der Produktivität wird Folgendes erwartet:

  • die Stärkung einer „gleichrangige“ Zusammenarbeit und des vertikalen Lieferkettendialogs zwischen Subjekten der Betriebsgruppe, indem es als Vermittler von Unternehmen und Informationen vorgeschlagen wird
  • gemeinsame Nutzung von Mitteln, Werkzeugen und Forschungswissen zur Modernisierung, Ökonomisierung und Erleichterung von Prozessen, Wissen und territorialer Wiederentdeckung („Retro-Innovation“ von Rezepten, verarbeiteten Lebensmitteln und Pflanzensorten)
  • innovative Wege der Vermarktung auf dem lokalen, europäischen und internationalen Markt (Marketing, Übersetzungen, Marktforschung)
  • Wiederentdeckung und Aufwertung des Territoriums, alter Kulturpflanzen und historischer Rezepte, deren Zertifizierung und Aufwertung in einem medizinisch-ernährungswissenschaftlichen Rahmen, begleitet von sprechenden Etiketten und der Kommunikation des richtigen Preises an den Verbraucher
  • Einführung von Präzisionstechnologien im Anbau, um Produktivität und Nachhaltigkeit zu steigern

Ebenso ist unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit Folgendes angestrebt:

  • Maßnahmen zur Abschwächung und Anpassung an den fortschreitenden Klimawandel und die Wüstenbildung durch den Einsatz von Techniken der konservierenden Landwirtschaft, der Auswahl, Erhaltung (Eigenproduktion) und Übernahme widerstandsfähiger, alter und resistenter Sorten oder der Auswahl von Kreuzungen und neuen Sorten mit partizipativen Verfahren zur genetischen Verbesserung (auch nützlich aus medizinisch-ernährungsphysiologischer Sicht).
  • Zusammenarbeit mit Forschungs- und Versuchseinrichtungen, Beratern und Fachleuten vor Ort, um eine Schnittstelle zur Praxis der Betreiber zu schaffen, um die Produktivität zu stabilisieren und Naturkatastrophen zu bewältigen, auch indem die meteorologische Überwachung eingeführt wird
  • Überwachung und Berechnung von Umweltergebnissen und Erarbeitung gemeinsamer Lösungen zur Aufwertung beim Verbraucher
SCHLUSSFOLGERUNG

Diese Ziele und Maßnahmen fördern die Innovation und das Umweltbewusstsein sowie die effiziente Nutzung der Ressourcen in den Produktionsbereichen, um die Produktion von Agrarlebensmitteln und Biomaterialien durch Anpassung an und Abmilderung des Klimawandels zu stabilisieren und durch den Austausch von Fachwissen und praktischen Korrekturen für den Einsatz vor Ort und für die Produktion in großem Maßstab, wodurch Mehrwert geschaffen und das Bewusstsein für die Forschung für neue Innovationen geschärft wird, um so die transversalen Innovationsziele des PST Sardinien 2012-2020 vollständig zu erreichen